Warum habe ich mich für die Eröffnung
einer reinen privatärztlichen Praxis entschieden?

Das einzig Sichere am deutschen Gesundheitssystem ist: Jedes Jahr gibt es eine neue Gesundheitsreform!

Ich möchte meinen Patienten nicht, wie von den gesetzlichen Krankenkassen vorgeschrieben das medizinisch Notwendige, sondern eine individuell angepasste und auf den neuesten Standard der Wissenschaft basierende, für jeden Patienten optimierte Diagnostik und Therapie anbieten. Es kann nicht Ziel sein, sich auf das medizinisch Notwendige zu beschränken, sondern das Bestmögliche zu erreichen versuchen.

Nur durch eine weitgehende Unabhängigkeit von den gesetzlichen Krankenkassen und ihrem momentanen Leistungsspektrum kann ich als Arzt meinen eigenen Ansprüchen und denen meiner Patienten gerecht werden. Der Gesetzgeber, beziehungsweise die gesetzlichen Krankenkassen, geben über ihren Leistungskatalog an, welche Behandlung, Diagnostik und Therapie für Sie als Patient ausreichend erscheint. Diese Vorgehensweise kann ich weder als freier und selbständig denkender Mensch noch als Facharzt mit entsprechenden Erfahrungswerten akzeptieren, noch kann ich es mit meinem Gewissen vereinbaren.
Ich möchte bei meinen Patienten die beste, auf dem neusten medizinischen Wissensstand basierende Medizin anwenden.

Ein wesentlicher Faktor von moderner Medizin und Gesundheitsmanagement sollte es sein, Ihren Schwerpunkt auf Gesundheitsoptimierung und Krankheitsprävention zu legen. Entscheidend ist auch, die Langzeitentwicklung und Prognose in das Behandlungskonzept zu integrieren.

Die Krankenkassen halten leider Kosten für die Prävention von Erkrankungen für nicht erstattungswürdig und kommen erst im Erkrankungsfall für Behandlungskosten auf. Die meisten Fehler werden jedoch sowohl vom Arzt als auch dem Patienten im Vorfeld einer Erkrankung, beispielsweise durch eine Verletzung oder ungesunde Lebensweise, Bewegungsmangel, Ernährungsfehler, Nikotin, Alkoholabusus etc. gemacht.

Meine Arbeits- und Denkweise waren immer medizinisch inspiriert und geprägt durch meinen Doktorvater Lyle J. Micheli, Professor an der Harvard Medical School, Chefarzt am Children ́s Hospital in Boston Mass. USA, ehem. Präsident des American College of Sportsmedicine, Teamarzt der Boston Red Sox, Boston Ballet, US Olympiateam und Gesundheitsbeauftragter der US- Regierung, etc..
Sein „Rezept“, ein guter Arzt zu werden:

„Arbeite hart an Deiner Ausbildung und an Dir selbst! Verliere mit dem Lauf der Zeit aber nie die Menschlichkeit und das Gefühl für die Bedürfnisse Deiner Patienten!“

Sehr dankbar bin ich auch meinem ehemaligen Chef an der Universitätsklinik in Heidelberg Professor Dr. med. Volker Ewerbeck. Trotz der immensen Arbeitszeiten, dem Forschungsdruck und nichtmedizinischer Aufgaben sagte er stets:

„Herr Lösel, mein Platz ist am Patientenbett“.

Dies hat mich damals wie heute sehr beeindruckt.